Förderung
Förderung für Digitalisierung und KI 2026: Zuschüsse von Bund, Ländern und EU
Welche Förderung für Digitalisierung und KI passt zu Ihrem Unternehmen? Über 160 Programme von Bund, Ländern und EU mit Förder-Finder, Voraussetzungen und Antragsweg.
Das Wichtigste in Kürze
Kurz gesagt:
- Die meisten Zuschüsse für Digitalisierung und KI kommen 2026 von den Bundesländern. Bundesweite Investitionszuschüsse wie „Digital Jetzt“ und „go-digital“ sind ausgelaufen.
- Der Bund fördert vor allem Beratung, Coaching, Weiterbildung und Forschung und vergibt zinsgünstige KfW-Kredite. Die EU unterstützt KMU mit kostenlosen Angeboten und Rechenzeit für KI, große Zuschüsse gibt es meist nur im Wettbewerb.
- Stellen Sie den Antrag immer vor Projektbeginn. Eine reine Unternehmenswebsite ist selten förderfähig, digitale Prozesse und KI-Anwendungen dagegen häufig.
Mit dem Förder-Finder sehen Sie in wenigen Klicks, welche der über 160 recherchierten Programme zu Ihrem Bundesland, Ihrer Unternehmensgröße und Ihrem Vorhaben passen.
Förder-Finder: Welche Förderung passt zu Ihrem Unternehmen?
Wählen Sie Ihr Bundesland, Ihre Unternehmensgröße und Ihr Vorhaben. Zu jedem Programm sehen Sie die Förderhöhe, den aktuellen Status, die Voraussetzungen und den Link zur offiziellen Programmseite. Ihre Auswahl steht in der Adresszeile, so können Sie den Link weitergeben.
Förder-Finder
Wählen Sie Bundesland, Unternehmensgröße und Vorhaben. Der Finder zeigt passende Programme von Land, Bund und EU mit Voraussetzungen, Förderhöhe und Antragsweg.
36 passende Programme
Tipp: Wählen Sie Ihr Bundesland – die meisten Digitalisierungszuschüsse sind Landesprogramme.
Bundesprogramme (deutschlandweit)19
BA-Weiterbildungsförderung
Bundesagentur für Arbeit (Arbeitgeber-Service)
Zuschüsse zu Lehrgangskosten und Arbeitsentgelt (Höhe nach Betriebsgröße/Alter/Qualifikation) oder Qualifizierungsgeld als Entgeltersatz; Sammelantrag für mehrere Beschäftigte möglich
Laufendes Regelprogramm der BA (Seite aktuell, Qualifizierungsgeld/Weiterbildungsgesetz).
- KI-Vorhaben: KI-Weiterbildungen sind förderfähig, wenn sie über 120 Stunden dauern und von einem zugelassenen Träger durchgeführt werden.
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Betriebe jeder Größe für Weiterbildung ihrer Beschäftigten (u.a. Qualifizierungschancengesetz/Weiterbildungsgesetz, Qualifizierungsgeld); Beratung beim Arbeitgeber-Service
Voraussetzungen
- Weiterbildung + Träger zugelassen; >120 Stunden; über kurzfristige Anpassung hinausgehend
- Antrag vor Beginn beim Arbeitgeber-Service
- Qualifizierungsgeld: Strukturwandelbedarf + Betriebsvereinbarung/Tarifvertrag, Betrieb trägt Lehrgangskosten
Was gefördert wird
- Berufliche Weiterbildung >120 Stunden durch zugelassenen Träger (z.B. KI-/Digital-Schulungen, sofern über kurzfristige Anpassungsfortbildung hinausgehend)
- Qualifizierungsberatung, Sammelantrag, Qualifizierungsgeld bei Strukturwandel
Nicht förderfähig
- Rein arbeitsplatzbezogene kurzfristige Anpassungsfortbildungen (z.B. betriebsspezifische Software-Schulung)
So beantragen Sie
- Arbeitgeber-Service kontaktieren/beraten lassen
- Antrag auf Förderung (individuell oder Sammelantrag) vor Beginn stellen
- Weiterbildung durchführen, Nachweise einreichen
Kombination mit anderer Förderung
Fördernavigator mein NOW listet auch Landesprogramme; Kumulierung im Einzelfall klären.
BAFA Unternehmensberatung
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Auftrag des BMWE, kofinanziert aus ESF Plus
Zuschuss 50 % (max. 1.750 €) in alten Bundesländern bzw. Berlin/Leipzig; 80 % (max. 2.800 €) in neuen Bundesländern; Bemessung max. 3.500 € Beratungskosten
Richtlinie gilt für Anträge bis 31.12.2026; Antragstellung und Verwendungsnachweis online beim BAFA aktiv; max. 2 Beratungen/Jahr, max. 5 in Richtliniendauer.
- KI-Vorhaben: KI-Beratung (z.B. KI-Strategie, KI-Einführung, Geschäftsmodell) ist förderfähig, sofern konzeptionelle Unternehmensberatung durch BAFA-registrierten Berater; keine reine IT-Installation/Schulung als Seminar.
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
KMU der gewerblichen Wirtschaft und Freie Berufe; ausgeschlossen u.a. Beratungsbranchen, Gemeinnützige, Unternehmen in Insolvenz
Voraussetzungen
- KMU nach EU-Definition (<250 MA, max. 50 Mio. Euro Umsatz oder 43 Mio. Euro Bilanz)
- rechtlich selbständig, gewerbliche Wirtschaft oder Freie Berufe, Sitz/Geschäftsbetrieb in Deutschland
- Berater muss beim BAFA registriert sein
- keine Insolvenz/Vermögensauskunft; keine Beratungs-/Steuer-/Anwaltsbranche als Antragsteller
- Antrag VOR Beratungsbeginn (auch vor Vertragsabschluss)
Was gefördert wird
- Konzeptionell und individuell durchgeführte Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung
- Beratungskosten bis max. 3.500 Euro (Honorar, Auslagen, Reisekosten ohne USt)
- auch Digitalisierungs- und KI-Beratung, sofern sie Fragen der Unternehmensführung betrifft
Nicht förderfähig
- Beratungen mit überwiegend Rechts-/Versicherungs-/Steuerthemen, Jahresabschlüsse, Buchführung
- Gutachterliche Stellungnahmen
- Seminare/Workshops/Gruppenveranstaltungen (nur Einzelberatung)
- Fördermittelberatung als Hauptthema
- Beratung durch verbundene Personen, Angehörige, Insolvenzbetroffene Berater
So beantragen Sie
- Antrag online über Antragsplattform des BAFA stellen (nur online möglich)
- Leitstelle frei wählen (DIHK, ZDH, BBG, BDS-DGV, Leitstelle Gewerbeförderungsmittel, INTERHOGA)
- Informationsschreiben der Leitstelle abwarten - erst danach darf Beratung beginnen (auch kein Beratungsvertrag vorher)
- Beratung durchführen (max. 5 Tage), Beratungsbericht erstellen lassen
- Verwendungsnachweis spätestens 6 Monate nach Informationsschreiben elektronisch einreichen (Formular, EU-KMU-/De-minimis-Erklärung, Beratungsbericht, Rechnung, Kontoauszug)
- Bewilligung und Auszahlung durch BAFA nach Prüfung
Kombination mit anderer Förderung
Kumulierungsverbot: keine andere öffentliche Förderung derselben Beratungskosten (inkl. ESF). De-minimis-Beihilfe (VO 2023/2831, 300.000 Euro / 3 Jahre).
Website & Online-Shop: Reine Website-Erstellung/Onlineshop ist keine Unternehmensführungsberatung; Digitalstrategie-/E-Commerce-Beratung als Teil einer Führungsberatung möglich.
De-minimis-Beihilfe: zählt auf Ihre De-minimis-Obergrenze (300.000 € in drei Jahren).
Digitale AfA 1 Jahr
BMF (BMF-Schreiben); Finanzämter
Wahlrecht: betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer 1 Jahr für Computerhardware und Betriebs-/Anwendersoftware (de-facto-Sofortabschreibung im Anschaffungsjahr)
Wahlrecht nach BMF-Schreiben; ob es für Ihr Wirtschaftsjahr gilt, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.
- KI-Vorhaben: KI-Software/Hardware fällt unter digitale Wirtschaftsgüter.
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Alle bilanzierenden/überschussermittelnden Unternehmen mit Computerhardware/Software
Voraussetzungen
- Zuordnung zu begünstigten digitalen Wirtschaftsgütern; Steuerberater/AfA-Tabellen beachten
Was gefördert wird
- Computerhardware, Betriebs- und Anwendersoftware (laut BMF-Schreiben 2021/2022)
So beantragen Sie
- Anschaffung
- Einjährige Abschreibung in Steuererklärung geltend machen
Kombination mit anderer Förderung
Kombinierbar mit Investitionsbooster-AfA (Wahlrecht je Wirtschaftsgut prüfen).
EDIH
EU (Digital Europe Programme) + BMWE/BMDS national; deutsche EDIH-Knoten
Services 'Test before invest', Trainings, Vernetzung; für KMU i.d.R. kostenfrei/kostengünstig (De-minimis); EDIH Summit 06/2026
EU-Netzwerk aktiv (Summit 09.–10.06.2026 Brüssel); deutsche Hubs über Katalog.
- KI-Vorhaben: KI-Ökosystem/Summit 2026; KI-Services der Hubs.
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
KMU und öffentliche Einrichtungen; Services über nächstgelegenen Hub
Voraussetzungen
- KMU; Kontakt zum nächstgelegenen EDIH über Katalog
Was gefördert wird
- Digital Readiness (Digital Speed Test), Test-before-invest, KI-Trainings, Vernetzung
So beantragen Sie
- Digital Speed Test
- Nächstgelegenen EDIH finden
- Services (Beratung/Training) nutzen
Kombination mit anderer Förderung
EU-Ebene (in eu.json ggf. ausführlicher); national mit Mittelstand-Digital verzahnt.
De-minimis-Beihilfe: zählt auf Ihre De-minimis-Obergrenze (300.000 € in drei Jahren).
ERP-Förderkredit Digitalisierung (511/512)
KfW (ERP-Sondervermögen)
Kredit bis 25 Mio. Euro (Stufen 2/3), Laufzeit bis 10 Jahre; zinsvergünstigt; Zuschuss bis 5 % der Kreditsumme (max. ca. 200.000 Euro) in Stufen 2/3; KMU erhalten günstigste Konditionen; Risikoteilung mit Hausbank möglich
Aktives KfW-Produkt (Kredit-Nr. 511, 512); Antrag über Finanzierungspartner.
- KI-Vorhaben: KI-Vorhaben (z.B. KI-Einsatz im Unternehmen) explizit als förderfähig genannt; eigene KfW-Seite 'KI im Mittelstand'.
- Website & Online-Shop: Digitale Geschäftsmodelle/E-Commerce als Digitalisierungsvorhaben grundsätzlich erfasst; konkrete Website-Kosten im Produktmerkblatt prüfen.
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Unternehmen und Freiberufler jeder Größe; KMU profitieren von günstigsten Konditionen
Voraussetzungen
- Unternehmen und Freiberufler (inkl. kleine Unternehmen) mit Sitz in Deutschland
- Antrag vor Vorhabenbeginn über Finanzierungspartner
- Bankübliche Sicherheiten
Was gefördert wird
- Digitalisierungsvorhaben in 3 Stufen: Basisdigitalisierung (u.a. IT-Grundausstattung wie Laptops/Mobiltelefone, Standardsoftware, IT-Sicherheit), LevelUp, HighEnd (u.a. KI-Einsatz, digitale Geschäftsmodelle)
- Investitionen und laufende Kosten der Maßnahme
- auch Weiterbildung der Mitarbeitenden im Digitalkontext (laut KfW-Übersichtsseite)
Nicht förderfähig
- Umschuldungen; Details siehe Produktmerkblatt
So beantragen Sie
- Finanzierungspartner (Hausbank) anspricht, Stufenzuordnung klären (ggf. Digitalisierungs-Check/Stufenkompass)
- Antrag über Finanzierungspartner vor Vorhabenbeginn stellen
- Zuschuss (Stufe 2/3) gemeinsam mit Kredit beantragen
Kombination mit anderer Förderung
Kombination mit anderen Fördermitteln vgl. KfW-Übersicht 'Zusätzliche Förderung sichern'; Beihilferecht je nach Ausgestaltung (AGVO/De-minimis) - Details beim Finanzierungspartner klären.
ERP-Förderkredit Innovation (513/514)
KfW (ERP-Sondervermögen)
Kredit bis 7,5 Mio. Euro (Stufe 1) bzw. 25 Mio. Euro (Stufen 2/3), 2–10 Jahre Laufzeit, Festzins; Zuschuss bis 5 % in Stufen 2/3; kein Mindestbetrag; Risikoteilung mit Hausbank möglich
Aktives KfW-Produkt (Kredit-Nr. 513, 514).
- KI-Vorhaben: Stufe 3 explizit für KI-Innovationen und KI-basierte Entwicklungsmethoden.
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Freiberufler, Einzelunternehmer, KMU und größere Mittelständler bis 500 Mio. Euro Jahresumsatz
Voraussetzungen
- Unternehmen/Freiberufler mit Sitz in Deutschland
- Antrag vor Vorhabenbeginn über Finanzierungspartner
- Bankübliche Sicherheiten
Was gefördert wird
- Basisinnovationen (neue/verbesserte Produkte/Prozesse, Markteinführung)
- LevelUp (Grundlagen-/industrielle Forschung, experimentelle Entwicklung, Produktionsumstellung)
- HighEnd (KI-Innovationen, KI-basierte Entwicklungsmethoden, große LevelUp-Vorhaben)
- Investitionen und laufende Kosten (u.a. Personal)
Nicht förderfähig
- Umschuldungen; Details siehe Produktmerkblatt
So beantragen Sie
- Finanzierungspartner ansprechen, Stufenzuordnung klären (Stufenkompass)
- Antrag über Finanzierungspartner vor Vorhabenbeginn
- Zuschuss (Stufe 2/3) gemeinsam beantragen
Kombination mit anderer Förderung
Vgl. KfW-Übersicht 'Zusätzliche Förderung sichern'.
Website & Online-Shop: Reine Website/Onlineshop nicht förderfähig; digitale Produkt-/Prozessinnovationen mit Neuheitsgrad schon.
ERP-Gründerkredit/Förderkredit KMU
KfW (ERP-Sondervermögen)
Kredite über Hausbank: 077 ab 5,35 % eff., bis 15 Jahre; 365/366 ab 4,26 % eff., bis 20 Jahre, 50 % Risikoübernahme; Zinsvorteil in Regionalfördergebieten
Aktive KfW-Produkte (Zinssätze Stand Abruf 23.10.2026, tagesaktuell).
- KI-Vorhaben: KI-Vorhaben als Teil der Gründung/Investition finanzierbar (z.B. über 365/366 oder Digitalisierungskredit).
- Website & Online-Shop: Website/Shop als Gründungsinvestition im Gesamtvorhaben finanzierbar (Einzelfall Bank).
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Gründer, Nachfolger, junge Unternehmen und KMU; 067 für kleinere Beträge, 077 für Gründung/Nachfolge, 365/366 als allgemeiner KMU-Kredit
Voraussetzungen
- Sitz in Deutschland; Antrag vor Vorhabenbeginn über Finanzierungspartner; bankübliche Sicherheiten/Bürgschaftsbank (077)
Was gefördert wird
- Investitionen und laufende Kosten für Gründung, Nachfolge, Beteiligung, Ausbau junger Unternehmen; Digitalisierungsinvestitionen als Teil des Vorhabens
Nicht förderfähig
- Umschuldungen; Details Produktmerkblatt
So beantragen Sie
- Vorab-Check auf KfW-Seite
- Finanzierungspartner ansprechen
- Antrag vor Beginn über Partner stellen
Forschungszulage
Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) + Finanzamt; BMFTR/BMF
Steuergutschrift 25 % der Bemessungsgrundlage (KMU +10 Prozentpunkte = 35 %); max. ca. 3 Mio. Euro/Jahr (KMU 4,2 Mio. Euro ab 2026)
Laufendes Programm; Sätze 25 %/35 % KMU und 20-%-Gemeinkostenpauschale ab 2026 per BSFZ bestätigt.
- KI-Vorhaben: KI-FuE (z.B. eigene Modelle/Verfahren, experimentelle Entwicklung) klassisch förderfähig; KfW nennt KI-Innovationen explizit als Beispiel.
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Alle in Deutschland steuerpflichtigen Unternehmen jeder Größe/Branche mit eigenbetrieblicher FuE (Grundlagenforschung, industrielle Forschung, experimentelle Entwicklung)
Voraussetzungen
- FuE-Vorhaben (Grundlagenforschung/industrielle Forschung/experimentelle Entwicklung)
- Bescheinigung der BSFZ vor Antrag beim Finanzamt
- Antrag beim Finanzamt bis 4 Jahre nach Wirtschaftsjahr
Was gefördert wird
- Arbeitslöhne eigenbetrieblicher FuE-Vorhaben
- Eigenleistungen Einzelunternehmer/Gesellschafter
- Auftragsforschung (Auftragnehmer EU/EWR)
- Abschreibungen beweglicher Wirtschaftsgüter (Anschaffung/Beginn nach 27.03.2024)
- pauschal 20 % Gemein-/Betriebskosten für Vorhaben ab 2026
So beantragen Sie
- FuE-Vorhaben bei BSFZ digital zur Bescheinigung einreichen (vor/während/nach Vorhaben, aber vor Finanzamt-Antrag)
- Antrag auf Forschungszulage beim Finanzamt (bis 4 Jahre nach Wirtschaftsjahr)
- Gutschrift/Auszahlung über Steuerveranlagung
Kombination mit anderer Förderung
Kumulierung mit anderen Förderungen beachten (AGVO/De-minimis-Regeln je Vorhaben prüfen).
Hightech Agenda
BMFTR (Federführung); Umsetzung u.a. über Fachprogramme/Bekanntmachungen
Dachstrategie für 6 Schlüsseltechnologien (KI, Quanten, Mikroelektronik, Biotech, u.a.); Förderung über konkrete Aufrufe; 1 Jahr HTAD-Bilanz 30.07.2026, Hightech Spaces-Wettbewerb 08/2026
Dachstrategie aktiv (kein eigenes Antragsportal); konkrete Förderung nur über Aufrufe.
- KI-Vorhaben: KI als Schlüsseltechnologie Nr. 1 (Rechenpower, Daten, Modelle, KI-Aktionsplan).
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Je nach Maßnahme Unternehmen, Startups, Forschung; KMU-Zugang über Fachbekanntmachungen (z.B. KMU-innovativ)
Voraussetzungen
- Jeweiliger Förderaufruf
Was gefördert wird
- Je nach Aufruf: KI, Quanten, Mikroelektronik, Biotech etc.; Roadmaps/Meilensteine
So beantragen Sie
- Aufrufe/Roadmaps verfolgen
- Skizze/Antrag zum Aufruf einreichen
INQA-Coaching
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), ESF Plus; regionale INQA-Beratungsstellen, autorisierte INQA-Coaches
Bis zu 12 Coaching-Tage, 80 % der Beratungskosten gefördert; Erstberatung kostenlos
Förderzeitraum 2023–2028 (ESF Plus/BMAS); Praxisbeispiele 2025/2026 belegen laufendes Programm.
- KI-Vorhaben: KI als Coaching-Thema belegt (Praxisbeispiele: KI in Möbelmanufaktur; Experimentierraum KI); Einführungs-/Organisationsberatung, keine FuE.
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
KMU (<250 MA, max. 50 Mio. Euro Umsatz/43 Mio. Euro Bilanz), mind. 1 SV-Vollzeitstelle, Sitz+Arbeitsstätte in DE, mind. 2 Jahre am Markt; auch Freie Berufe/gemeinnützig
Voraussetzungen
- KMU-Definition wie oben; mind. 2 Jahre am Markt
- Kostenlose Erstberatung bei regionaler INQA-Beratungsstelle, Coaching-Scheck
- Autorisierter INQA-Coach
Was gefördert wird
- Prozessberatung zu Digitalisierung, KI, Personalstrategie, Arbeitsorganisation (bis 7 Monate im Betrieb)
- Beteiligung der Mitarbeitenden; digitale Lösungen erproben
So beantragen Sie
- Kostenlose Erstberatung bei regionaler INQA-Beratungsstelle, Coaching-Ziel definieren
- INQA-Coaching-Scheck erhalten
- Coaching (bis 7 Monate) mit autorisiertem Coach im Betrieb
- Abschlussgespräch 3–6 Monate danach
Kombination mit anderer Förderung
ESF-Plus-Förderung; Kumulierung mit anderen Programmen vor Ort klären.
De-minimis-Beihilfe: zählt auf Ihre De-minimis-Obergrenze (300.000 € in drei Jahren).
Investitionsbooster/degressive AfA
BMF (Gesetzgeber); Finanzämter
Degressive AfA bis 30 % für bewegliche Wirtschaftsgüter (Anschaffung 01.07.2025–31.12.2027); KSt-Senkung 15 %→10 % (2028–2032); E-Auto-Sonder-AfA 75 % im Erstjahr
Gesetz beschlossen (BT 26.06.2025, BR 11.07.2025); AfA-Zeitraum 07/2025–12/2027.
- KI-Vorhaben: KI-Hardware (z.B. Server/GPU) und E-FuE-Aufwendungen (Forschungszulage-Paket) profitieren.
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Alle Unternehmen mit Investitionen in bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens
Voraussetzungen
- Anschaffung/Zeitraum beachten (nach 30.06.2025, vor 01.01.2028)
- Steuerliche Gewinnermittlung; Details BMF-Schreiben/Steuerberater
Was gefördert wird
- Bewegliche Wirtschaftsgüter (u.a. IT-Hardware, Maschinen, E-Fahrzeuge mit Sonderregeln)
- Digitale Wirtschaftsgüter profitieren von schnellerer Refinanzierung
So beantragen Sie
- Investition tätigen
- Degressive AfA in Steuererklärung/E-Bilanz geltend machen
Kombination mit anderer Förderung
Steuerlich; zusätzlich Forschungszulage-BMG auf 12 Mio. Euro erhöht, Eigenleistungen 100 Euro/h.
MDZ Bremen-Oldenburg
BMWK (Initiative Mittelstand-Digital); regionale Träger, BAB als Finanzierungspartner
Kostenlose Unterstützung: Expertenwissen, Erfahrungsaustausch, Netzwerke, Innovationswerkstätten, Prototypen-/FuE-Projekte; anschließende Finanzierungsberatung durch BAB
Auf BAB-Seite als aktives kostenloses Angebot gelistet.
- KI-Vorhaben: KI-/Digitalisierungswissen und -projekte als Zentrumsschwerpunkt.
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Bevorzugt KMU in Bremen/Oldenburg (u. a. Cluster Maritime Wirtschaft/Logistik, Windenergie, Luft-/Raumfahrt, Automotive, Nahrung/Genuss)
Voraussetzungen
- Unternehmen aus der Region Bremen/Oldenburg mit Digitalisierungs- oder KI-Fragen
Was gefördert wird
- Digitalisierungs-Checks und Orientierung
- Prozessoptimierung, neue Geschäftsmodelle, technologischer/humaner Rahmen
So beantragen Sie
- Kontakt zum Zentrum aufnehmen
- Kostenlose Angebote (Workshops, Sprechstunden, Projekte) nutzen
- Ggf. BAB-Finanzierungsberatung anschließen
MDZ Saarbrücken
Bund (BMWE/-mittel), Regionalpartner u.a. saaris/HTW (zu verifizieren)
Kostenlose Angebote: Wissenstransfer (Veranstaltungen), persönliche Beratungen, Vernetzung; EDIH mit Reallaboren ('Ausprobieren vor dem Investieren')
Laufendes kostenfreies Angebot im Saarland.
- KI-Vorhaben: KI-Anwendungen und IT-Sicherheit als Schwerpunkte genannt.
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
KMU (u.a. Saarland); Schwerpunkte Büro-/Produktionsdigitalisierung, Sensorik, Prozessvirtualisierung, KI, Unternehmenskultur, Energie-/Ressourceneffizienz, Change, IT-Sicherheit.
Voraussetzungen
- KMU (Details beim Zentrum)
Was gefördert wird
- Beratung/Wissenstransfer/Vernetzung zu Digitalisierung/KI/IT-Sicherheit
- Reallabore (grenzüberschreitendes EDIH-Netzwerk Großregion)
So beantragen Sie
- Kontakt zu saaris/DTH/MDZ-Ansprechpartnern
Mittelstand-Digital
BMWE; Mittelstand-Digital Agentur + regionale Mittelstand-Digital Zentren
Kostenfreie Information, Qualifizierung (Schulungen/Webinare/E-Learning), Demonstratoren, Praxisbeispiele, KI-Anwendungsprojekte (Umsetzungsbegleitung)
Laufende kostenfreie Angebote der Mittelstand-Digital Zentren (Veranstaltungen Okt./Nov. 2026).
- KI-Vorhaben: KI-Schwerpunkt belegt (KI-Tutorials, KI-Anwendungsprojekte, Veranstaltungen Okt/Nov 2026).
- Website & Online-Shop: E-Commerce-/Online-Themen (z.B. E-Rechnung-Webinar) als Qualifizierung abgedeckt; keine Website-Baukosten.
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
KMU und Handwerk bundesweit; Angebote i.d.R. kostenfrei und branchenoffen
Voraussetzungen
- KMU/Handwerk mit Digitalisierungs-/KI-Fragestellung; Anmeldung beim jeweiligen Zentrum/Angebot
Was gefördert wird
- Infoveranstaltungen, Infomaterialien, Demonstratoren
- Schulungen/Webinare/Online-Workshops/KI-Tutorials
- KI-Anwendungsprojekte und Praxisbeispiele (z.B. KI-Wissensmanagement, Bilderkennung/Intralogistik, KI-Bestandsplanung)
So beantragen Sie
- Passendes Zentrum/Thema wählen (z.B. Zentrum Augsburg für Bayern)
- Kostenfreies Angebot buchen (Info, Schulung, KI-Projektanfrage)
- Umsetzung mit Zentrum
Kombination mit anderer Förderung
Gute Vorbereitung für anschließende Investitions-/Beratungsförderung (z.B. KfW, BAFA).
Transferstelle Cybersicherheit
BMWE-gefördert (Transferstelle)
Kostenfreie Erstgespräche (CYBERDialog), CYBERsicher Check, Notfallhilfe, ISMS-Werkstatt, Veranstaltungen (z.B. Cybersicherheitsmonat Okt. 2026)
Aktive kostenfreie Angebote inkl. Monatsprogramm Oktober 2026 (Lagebild 05.10.2026).
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
KMU, Startups, Handwerksbetriebe bundesweit
Voraussetzungen
- KMU/Startup/Handwerk mit Cybersicherheitsbedarf; Buchung über Transferstelle
Was gefördert wird
- Erstgespräche/Statusermittlung, Angriffe vorbeugen, Notfallhilfe, ISMS-Aufbau, Expertenwissen (u.a. KI-gestützte Cyberangriffe, CRA)
So beantragen Sie
- CYBERsicher Check/Erstgespräch buchen
- Empfehlungen umsetzen (ggf. mit geförderten Folgeangeboten)
- Bei Vorfall: Notfallhilfe anfordern
Unternehmensberatung KMU
Bund (ehem. BMWK, jetzt BMWE), Leitstelle Niedersachsen: NBank; Abwicklung: BAFA
Zuschuss 50 % (max. 1.750 €) bzw. 80 % in Region Lüneburg (max. 2.800 €), bei max. 3.500 € Beratungskosten; max. 2 Beratungen/Jahr, 5 pro Richtliniendauer
Bundesprogramm, in NI über NBank-Leitstelle; Sätze gelten bundesweit (Region Lüneburg 80 %). Gültigkeit der Richtlinie beim BAFA prüfen.
- KI-Vorhaben: KI-Einführungs-/Strategieberatung als Unternehmensberatung förderfähig.
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
KMU und Freiberufler (nicht selbst Beratungs-/Steuer-/Rechtsberufe, keine Gemeinnützigen/öffentl. Betriebe). In NI relevant v.a. Region Lüneburg mit 80-%-Satz (neue Bundesländer + Lüneburg/Trier); Rest NI 50 %.
Voraussetzungen
- Rechtzeitige Antragstellung vor Beratung
- Beratung als Einzelberatung durch externen Berater
Was gefördert wird
- Externe Einzelberatung zu wirtschaftlichen/finanziellen/personellen/organisatorischen Fragen (u.a. Digitalberatung)
- Spezialberatungen (Fachkräfte, Nachhaltigkeit u.a.)
Nicht förderfähig
- Überwiegend Rechts-/Steuer-/Versicherungsthemen, Gutachten, Vermittlungstätigkeiten
- Beratungen mit anderen öffentlichen Zuschüssen
- Beratungs-/Steuer-/Rechtsberufe als Beratene
So beantragen Sie
- Beratungsgespräch/Antrag über BAFA-Antragsplattform (Leitstelle NBank)
- Coachingvertrag, Durchführung (Jungunternehmen 6 Monate Zeit)
- Abrechnung/Verwendungsnachweis über Leitstelle
Kombination mit anderer Förderung
Keine Kombination mit anderen öffentlichen Zuschüssen für dieselbe Beratung.
De-minimis-Beihilfe: zählt auf Ihre De-minimis-Obergrenze (300.000 € in drei Jahren).
Digital-Tech-to-Product (DTTP)
BMDS (Projektträger TÜV Rheinland + VDI/VDE-IT); Beratung dttp@tuv.com, easy-Online
Zuschuss für produktorientierte Innovationsprojekte digitaler Technologien bis TRL 8 (nach PoC ca. TRL 4/5); Market-Pull, digitale Souveränität als Kriterium
1. Förderaufruf endete 11.10.2026; weitere Aufrufe in kommenden Monaten angekündigt.
- KI-Vorhaben: KI-Anwendungen explizit als Gegenstand genannt.
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Startups und KMU als Treiber des Transfers; Einzel- oder Verbundvorhaben
Voraussetzungen
- Proof of Concept vorhanden; Markt-/Gesellschaftsproblem + Geschäftsmodellperspektive; Technologie-Stack/Souveränitätsbeitrag darlegen
- Skizze über easy-Online zum Aufruf
Was gefördert wird
- Weiterentwicklung digitaler Lösungen (Software, IT-Infra, Datenräume/Cloud, KI-Anwendungen) bis vorkommerzielle Marktreife
- Schwerpunkte je Förderaufruf
So beantragen Sie
- Förderaufruf abwarten
- Skizze über easy-Online einreichen (Skizzenvorlage, KMU-Erklärung)
- Auswahl nach Kriterien (Geschäftsmodell/Markt, Souveränität, Innovativität, Umsetzung); Vollantrag
KMU-innovativ
BMFTR (Projektträger je Technologiefeld)
Zuschuss zu risikoreichen FuE-Einzel-/Verbundprojekten (Förderquote je Bekanntmachung; bislang 2,4 Mrd. Euro für 3.100 Vorhaben)
Stichtage 15.04. und 15.10.; Auswahl i.d.R. binnen 3 Monaten. Zahlen Stand Dez. 2025 (17.700 Skizzen, 5.000 KMU).
- KI-Vorhaben: KI-Forschung und -Entwicklung über das Technologiefeld IKT.
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
KMU (inkl. erstmals Fördermittel beantragende); Verbünde mit Wissenschaft/Forschungseinrichtungen
Voraussetzungen
- KMU; Projektskizze zum Stichtag 15.04./15.10.; zweistufiges Verfahren
- Vereinfachte Bonitätsprüfung bei Eigenanteilen <100.000 Euro/Jahr
Was gefördert wird
- Spitzenforschung in Technologiefeldern u.a. IKT, Elektronik/autonomes Fahren/HPC, Photonik/Quanten, Zukunft der Wertschöpfung, Klima/Energie, Bioökonomie, Medizintechnik
- KI-Vorhaben über Feld IKT
So beantragen Sie
- Kostenlose Lotsenberatung (0800 26 23 009)
- Projektskizze zum Stichtag einreichen
- Bei positivem Votum Vollantrag; Bewilligung i.d.R. binnen 3 Monaten
Website & Online-Shop: Reine Website/Shop-Entwicklung keine Spitzenforschung.
DATIpilot
BMFTR (Deutsche Agentur für Transfer und Innovation, DATI)
Zuschuss; Innovationssprints max. 18 Monate Laufzeit; Innovationscommunities bis 4 Jahre
BMFTR-Seite beschreibt Module, aber kein aktueller Aufruf verifiziert (Stichtage/offene Calls bitte auf DATI-Seite prüfen).
- KI-Vorhaben: KI-Transfervorhaben (Forschung in Anwendung) passfähig; keine reine KI-Einführungsberatung.
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Akteure aus Hochschulen, Forschung, Unternehmen und Gesellschaft; Innovationssprints: Einzel-/Verbundprojekte mit max. 2 Partnern (Unternehmensbeteiligung möglich)
Voraussetzungen
- Transferidee mit gesellschaftlichem Mehrwert; jeweilige Förderrichtlinie/Aufrufe beachten
Was gefördert wird
- Transfer von Forschungsergebnissen in Anwendung (Innovationssprints, vereinfachte Antragstellung)
- Innovationscommunities (ko-kreative Transferkooperationen)
So beantragen Sie
- Aufruf/Förderrichtlinie prüfen
- Vereinfachten Antrag (Sprint) bzw. Community-Bewerbung einreichen
- Umsetzung mit Monitoring/Lernbegleitung
EU-Programme17
AI Factories / EuroHPC
EuroHPC JU (EU + Mitgliedstaaten); DE: FZ Jülich (JAIF), HLRS Stuttgart (HammerHAI)
Kostenloser/maßgeschneiderter Zugang zu Supercomputing (u.a. JUPITER Exascale) plus Support für KMU/Startups
19 AI Factories + 13 Antennas aktiv; EuroHPC-Access-Calls laufend (u.a. AI/Data-Intensive, Fast Lane/Playground kont. offen)
- KI-Vorhaben: Kernangebot für KMU-KI: Rechenzeit, Foundation-Model-Katalog, Lifecycle-Beratung; NVIDIA-Inception-Kooperation (Okt. 2026)
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Explizit KMU und Startups, daneben Industrie, Wissenschaft, öffentlicher Sektor
Voraussetzungen
- KMU/Startup oder Industrie mit KI-Vorhaben; je nach Access-Call auch Forschung/Verwaltung
- Antrag mit Projektbeschreibung; Priorität für vertrauenswürdige KI im Sinne des AI Act
Was gefördert wird
- HPC-/KI-Rechenzeit (Training, Fine-tuning, Inferenz von KI-Modellen)
- Beratung, Training, Daten, MVP-Entwicklung rund um KI
So beantragen Sie
- An AI Factory wenden (JAIF Jülich oder HammerHAI Stuttgart) oder EuroHPC-Access-Call nutzen
- Antrag auf Rechenzeit/Support stellen (teilweise laufende Cut-offs)
- Kostenlose Unterstützung (Beratung, Training, Daten) erhalten
Kombination mit anderer Förderung
Kombinierbar mit F&E-Förderung (z.B. Horizon, EIC)
Website & Online-Shop: Keine Webseiten-Förderung; Infrastruktur- und Know-how-Zugang
Apply AI
Europäische Kommission
Kein eigenes Förderprogramm, sondern Dachstrategie: mobilisiert ca. 1 Mrd. EUR aus Horizon Europe, Digital Europe u.a. (sektorale Flaggschiffe, Frontier AI Initiative)
Strategie seit 08.10.2025 aktiv; Umsetzung über laufende Calls (u.a. Bridging-Calls mit Apply-AI-Topics, Deadlines Feb./März 2027)
- KI-Vorhaben: Kernziel: KI-Einführung in 10+ strategischen Sektoren plus Querschnitt KMU/Skills
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Unternehmen aller Größen, Verwaltungen; KMU als prioritäre Zielgruppe der Einführungsförderung
Voraussetzungen
- Teilnahme über die darunterliegenden Calls (DIGITAL, Horizon, EIC)
- Anbindung an EDIH / Apply AI Alliance als Einstieg
Was gefördert wird
- Sektorale KI-Piloten (Gesundheit, Mobilität, Fertigung, Energie, Agrar, öff. Verwaltung)
- KI-Kompetenzaufbau (AI for business Master, Entrepreneurs Lab)
- Test-before-invest über EDIHs als Experience Centres
So beantragen Sie
- Sektorale Flaggschiff-Calls im Arbeitsprogramm identifizieren
- Über EDIH oder NKS Beratung einholen
- Antrag im jeweiligen Programm stellen
Kombination mit anderer Förderung
Strategie bündelt bestehende Programme
Website & Online-Shop: Strategieebene, keine direkte Webseiten-Förderung
Cascade Funding
EU-Projekte (Horizon Europe / Digital Europe), Kofinanzierung EU
Kleinbeträge typ. 30.000-200.000 EUR je KMU, oft als Pauschale, teils 100 % (z.B. NACHIP/I3FLOAT/BattleVerse je bis 60.000 EUR; AID4SME bis 200.000 EUR)
Kontinuierlich neue Calls; Beispiele Q4 2026: NACHIP (09.11.2026), I3FLOAT (10.11.2026), BattleVerse (30.11.2026), Innowwide Call 5 (01.10.-01.12.2026)
- KI-Vorhaben: Viele KI-/Robotik-Calls (AID4SME, AI-BOOST, TEF-Calls)
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Vor allem einzelne KMU/Startups ohne Konsortiumspflicht; je Call eigene Regeln
Voraussetzungen
- Je Open Call eigene Kriterien; meist Sitz in EU/assoziierten Staaten
- Bewerbung direkt beim EU-Projekt (nicht bei der EU-Kommission)
Was gefördert wird
- Erprobung/Validierung von KI-, Digital- und Robotik-Lösungen
- Marktstudien (Innowwide), Piloten, Challenge-Teilnahmen
So beantragen Sie
- Passenden Open Call finden (Funding & Tenders Portal Filter Cascade funding, cascadefunding.eu, NKS-Seiten)
- Guide for Applicants prüfen, Kurzbewerbung einreichen
- Bei Zuschlag Vertrag mit dem Konsortium, Umsetzung in Monaten
Kombination mit anderer Förderung
De-minimisrelevant; Kumulierung je Call geregelt
De-minimis-Beihilfe: zählt auf Ihre De-minimis-Obergrenze (300.000 € in drei Jahren).
Digital Europe
Europäische Kommission (GD CNECT), ECCC für Cybersicherheit
Zuschuss, i.d.R. 50 % Förderquote (je nach Call höher); Gesamtbudget 2021-2027 über 8,1 Mrd. EUR
Arbeitsprogramm 2025-2027 läuft; laufende Calls u.a. Cybersecurity (bis 14.01.2027), GenAI4EU-Piloten (Q1 2027)
- KI-Vorhaben: Kernprogramm für KI-Anwendung: GenAI4EU (~700 Mio. EUR inkl. Horizon/EIC), Apply-AI-Piloten, KI-Skills-Akademien
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Unternehmen aller Größen, Verwaltungen, Forschungseinrichtungen; KMU-Beteiligung erwünscht
Voraussetzungen
- Juristische Person mit Sitz in EU/EWR bzw. assoziierten Staaten
- Je nach Call Konsortium aus mind. 3 Ländern erforderlich
- Ausschluss sicherheitsrelevanter Drittstaaten-Kontrolle (Art. 12 Abs. 5/6)
Was gefördert wird
- KI-Einführung und -Erprobung (GenAI4EU, Apply-AI-Piloten)
- Cybersicherheit (eigene ECCC-Calls)
- Digitale Skills/Weiterbildung
- EDIHs, Datenräume, Digitale Identität
Nicht förderfähig
- Grundlagenforschung (dafür Horizon Europe)
So beantragen Sie
- Arbeitsprogramm 2025-2027 prüfen und passenden Call wählen
- Registrierung im EU Funding & Tenders Portal (PIC-Nummer)
- Konsortium bilden (je nach Call) und Antrag online einreichen
Kombination mit anderer Förderung
Kumulierung mit anderen EU-Mitteln begrenzt; i.d.R. keine Doppelförderung derselben Kosten
Website & Online-Shop: Keine direkte Webseiten-Förderung; E-Commerce/Digitalisierung nur im Rahmen größerer Vorhaben
EDIH
Europäische Kommission (Digital Europe Programme), Kofinanzierung Bund/Länder
Services für KMU i.d.R. kostenlos bzw. stark vergünstigt (De-minimisrelevant)
Zweite Laufzeit seit Anfang 2026, 16 EDIHs in Deutschland aktiv, Angebote bis Ende 2028 gesichert
- KI-Vorhaben: KI-Schwerpunkt seit 2026 verstärkt: alle EDIHs haben KI-Angebote; Brücke zu AI Factories und TEFs
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
KMU nach EU-Definition, Small Midcaps, Startups; keine spezifische Mitarbeitergrenze publiziert
Voraussetzungen
- KMU, Small Midcap, Startup oder öffentliche Verwaltung
- Sitz in der EU; regionale Zuständigkeit des Hubs beachten
Was gefördert wird
- Test before invest (Technologie-Erprobung)
- Digitalisierungs-/KI-Beratung und Schulungen
- Unterstützung bei Fördermittel-Antragstellung
- Vernetzung mit Ökosystem/Investoren
Nicht förderfähig
- Direkte Investitionszuschüsse (keine Hardware-/Software-Finanzierung)
So beantragen Sie
- Passenden EDIH im EDIH-Katalog suchen (Filter Land: Deutschland)
- Direkt beim EDIH melden (Erstgespräch, Digital Maturity Assessment)
- Service-Vereinbarung schließen; Leistung wird vor Ort/online erbracht
Kombination mit anderer Förderung
Keine Fördermittel im klassischen Sinn; kann mit anderen Förderungen kombiniert werden
Website & Online-Shop: Keine Webseiten-Förderung; aber Beratung zu digitalen Geschäftsmodellen möglich
Horizon Cluster 4
Europäische Kommission / HaDEA
Zuschuss 100 % der förderfähigen Kosten (RIA/CSA), 70 % für gewinnorientierte Partner bei Innovation Actions
Arbeitsprogramm 2026-2027 verabschiedet; 2027er Calls öffnen Okt./Nov. 2026, Deadlines u.a. 02.02.2027 und 18.03.2027
- KI-Vorhaben: KI-/Robotik-/Daten-Topics, GenAI4EU-Calls, Frontier-AI-Topics (Apply AI); TRL-Spektrum früh bis pilotnah
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Alle Unternehmensgrößen plus Forschung; für KMU besonders Valorisierungs- und Infrastruktur-Topics
Voraussetzungen
- Konsortium mit mind. 3 unabhängigen Partnern aus 3 EU-/assoziierten Staaten (Regelfall)
- TRL- und Impact-Anforderungen je Topic; KMU können Koordinator sein
Was gefördert wird
- Industrielle F&E (Made in Europe, Prozesse, Materialien)
- Digitale Schlüsseltechnologien, KI/Robotik, Daten, Photonik
- Pilotlinien, Valorisierung, Zugang zu Technologieinfrastrukturen für Startups/KMU
Nicht förderfähig
- Reine Produktentwicklung ohne F&E-Anteil
- Markteinführung/Vertrieb
So beantragen Sie
- Topic im Arbeitsprogramm 2026-2027 wählen (Single-Stage oder Two-Stage)
- Beratung bei NKS DIT (nks-dit.de, kostenlos) und Partnersuche (Brokerage Events)
- Antrag über EU Funding & Tenders Portal einreichen
Kombination mit anderer Förderung
Kombination mit nationalen Mitteln möglich, keine Doppelförderung gleicher Kosten
Website & Online-Shop: Keine Webseiten-Förderung
InvestEU
EU (Haushaltsgarantie), EIF/EIB-Gruppe; Umsetzung über Banken, Bürgschaftsbanken, Förderbanken
Keine Direktförderung, sondern Garantien/Risikoentlastung für Hausbank-Kredite (z.B. L-Bank: 70 % Ausfallbürgschaft, 2-5,25 Mio. EUR, bis 12 Jahre); EIF-Produkte: SME Competitiveness, Innovation & Digitalisierung u.a.
Laufend über Finanzintermediäre; EIF-Calls für Intermediäre tw. bis 30.06.2027
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
KMU und Small Midcaps; auch Gründungen; in DE z.B. L-Bank InvestEU-Bürgschaft (innovative, digitale, nachhaltige Vorhaben)
Voraussetzungen
- Kreditwürdiges Vorhaben, Antrag über Hausbank/Förderbank
- Ggf. fehlende Sicherheiten werden durch Bürgschaftsbank/EIF-Garantie ersetzt
Was gefördert wird
- Investitions- und Betriebsmittelkredite (inkl. Digitalisierungs-/KI-Vorhaben)
- Leasing, Nachrangdarlehen je nach EIF-Produkt
Nicht förderfähig
- Reine Refinanzierung ohne Förderzweck je nach Produkt
So beantragen Sie
- Hausbank ansprechen, KfW-/Förderbank-Programm und InvestEU-Besicherung klären
- Ggf. Bürgschaftsbank des Bundeslandes einbinden
- Kreditvertrag mit Hausbank schließen
Kombination mit anderer Förderung
Mit Förderdarlehen kombinierbar (z.B. L-Bank InvestEU-Kombi-Bürgschaft 70)
De-minimis-Beihilfe: zählt auf Ihre De-minimis-Obergrenze (300.000 € in drei Jahren).
KI-Reallabore
EU (AI Act Art. 57-58); DE: Bundesnetzagentur (Marktaufsicht, Single Point of Contact) + zuständige Behörden
Kein Geld, sondern regulatorische Begleitung: Testen unter Aufsicht, Leitlinien, Rechtssicherheit; Zugang für KMU kostenlos
Service Desks aktiv (EU + BNetzA seit 2025/2026); Reallabore in Einrichtung (Frist 02.08.2026 bzw. 2027 nach Digital-Omnibus), Teilnahme-Anträge danach
- KI-Vorhaben: Direkt für KI-Anbieter: vereinfachte Compliance, reduzierte Zertifizierungskosten, Vorlagen
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Anbieter (potenzielle) von KI-Systemen; KMU/Startups mit prioritärem kostenlosem Zugang
Voraussetzungen
- KI-System im Anwendungsbereich des AI Act; Auswahlkriterien je Reallabor
- Antrag beim jeweiligen nationalen Reallabor nach Einrichtung
Was gefördert wird
- Entwicklung/Training/Validierung innovativer KI-Systeme in kontrollierter Umgebung
- Konformitätsbewertung Hochrisiko-KI, Transparenzpflichten, Risikomanagement
So beantragen Sie
- AI Act Service Desk (EU) bzw. KI-Service-Desk der Bundesnetzagentur für die Erstinformation nutzen
- Teilnahme an einem KI-Reallabor bei der zuständigen Behörde anfragen
Kombination mit anderer Förderung
Ergänzt TEFs, EDIHs, Notifizierte Stellen
Website & Online-Shop: Regulatorik-Begleitung, keine Webseiten-Förderung
SME Fund
Europäische Kommission, Umsetzung EUIPO
Gutscheine: IP-Scan bis 90 % (max. ca. 1.620 EUR), Marken/Designs 75 % (700 EUR), Patente nat. bis 1.000 / EPA bis 2.500 EUR, Sortenschutz bis 1.500 EUR, CIGI bis 2.000 EUR; max. ca. 7.320 EUR je KMU
SME Fund 2026: 02.02.-04.12.2026; Voucher 1+2 (IP-Scan, Marken/Designs) Budget erschöpft; Voucher 3 (Patente), 4 (Sorten), 5 (CIGI) weiter offen
- KI-Vorhaben: Patentschutz für KI-/Software-Erfindungen (Voucher 3) nutzbar
- Website & Online-Shop: Indirekt: Markenschutz für Web-/Shop-Auftritt (Marke/Design) förderfähig; keine Webseiten-Erstellung
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
KMU mit Sitz in EU (und Ukraine), inkl. Solo-Selbständige; auch Wiederbewerbung möglich
Voraussetzungen
- KMU-Definition (max. 250 MA, max. 50 Mio. Umsatz)
- Gutschein VOR Beauftragung/Anmeldung beantragen und aktivieren
Was gefördert wird
- Marken-, Design-, Patent-, Sortenschutz-Anmeldungen und -Recherchen
- IP-Scan-Beratung durch nationale Ämter
Nicht förderfähig
- Kosten vor Gutschein-Bewilligung (nicht rückwirkend)
So beantragen Sie
- Online-Antrag beim EUIPO (SME Fund)
- Bewilligung abwarten, Gutschein aktivieren
- IP-Leistung beauftragen, Erstattung mit Rechnung beantragen
TEF
EU (Digital Europe) + Mitgliedstaaten; DE-Knoten u.a. Charite (TEF-Health)
4 TEFs (Health, Manufacturing/AI-MATTERS, AgriFood, Smart Cities) je 40-60 Mio. EUR; KMU: vergünstigte Testservices, Cascade-Förderung typ. 50.000-200.000 EUR
TEF-Health Call #2 offen (laufend, vergünstigte Services); AI-MATTERS Manufacturing-Cascades laufend
- KI-Vorhaben: Kernzweck: KI vom Labor in den Realeinsatz bringen (inkl. Health, Manufacturing, AgriFood)
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Technologieanbieter (KMU) mit KI-Lösungen TRL 6-8; TEF-Health: KMU aus EU/EWR
Voraussetzungen
- KI-Produkt mit ausreichender Reife (TRL 6+)
- Bewerbung beim jeweiligen TEF (z.B. TEF-Health Call-Portal) mit Matching-Verfahren
Was gefördert wird
- Test/Validierung von KI-/Robotik-Lösungen in realen Umgebungen (Klinik, Fabrik, Feld)
- Zertifizierungs-/Regulierungsvorbereitung (AI-Act-Nähe)
So beantragen Sie
- TEF und Service-Katalog wählen (tefhealth.eu, AI-MATTERS u.a.)
- Bewerbung/Matching einreichen
- Testservices vergünstigt nutzen bzw. Cascade-Gutschein erhalten
Kombination mit anderer Förderung
Mit EDIH-Services und AI Factories kombinierbar
Website & Online-Shop: Technologie-Erprobung, keine Webseiten-Förderung
De-minimis-Beihilfe: zählt auf Ihre De-minimis-Obergrenze (300.000 € in drei Jahren).
28DIGITAL
EIT / 28DIGITAL (Wissens- und Innovationsgemeinschaft, EU)
Venture Incubation: 5.000 EUR Growth Package + bis 25.000 EUR Final Prize (gegen 5 % Equity via SAFE); Co-Creation Accelerator mit FSTP
VIP-Runde 2026 (10.04.-09.06.2026) geschlossen; Co-Creation Accelerator 2026-2027 mit Cut-offs u.a. Dez. 2026 / Mai 2027
- KI-Vorhaben: KI-/Deep-Tech-Gründungen Kernzielgruppe (z.B. LLM-BRIDGE Inkubatoren-Call)
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Gründungsteams (mind. 2 Personen), Startups (Gründung ab 2025), DE teilnahmeberechtigt
Voraussetzungen
- Prototyp/PoC/near-MVP in digitaler Deep-Tech-Domäne
- Team aus mind. 2 Personen; Sitz in teilnahmeberechtigtem Staat (DE dabei)
Was gefördert wird
- MVP-Entwicklung, Mentoring, Marktvalidierung, Demo Day
- Oekosystem-Zugang, Investorenkontakte
So beantragen Sie
- Call-Dokument prüfen (28digital.eu / EIT-Opportunities)
- Online-Bewerbung einreichen
- Bootcamp + 12-Wochen-Inkubation, Demo Day
DEP Cybersecurity
ECCC (European Cybersecurity Competence Centre) / EU-Kommission
Call CYBER-11 (96 Mio. EUR gesamt): u.a. AI4SME 20 Mio. EUR (KI-gestützte Cybersicherheit für KMU), NCC 11 Mio. EUR
Call DIGITAL-ECCC-2027-DEPLOY-CYBER-11: 01.09.2026 bis 14.01.2027 (17:00 MEZ)
- KI-Vorhaben: KI-gestützte Security-Tools (CYBERAI/AI4SME) sind Kern der Calls
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
KMU als Anwender und Anbieter; NCCs und Kompetenzgemeinschaft als Unterstützung
Voraussetzungen
- Konsortialantrag (Sicherheitsvorgaben Art. 12 Abs. 5 DEP-VO beachten)
- Antrag über EU Funding & Tenders Portal
Was gefördert wird
- Einführung/Verbreitung KI-gestützter Security-Tools bei KMU (Risiko, Detection, Incident Response)
- NCC-Aktivitäten, Awareness, Skills, Startup-Wachstum
So beantragen Sie
- Call-Dokument DEP CYBER-11 prüfen, Topic wählen
- Ggf. deutsches NCC / NKS kontaktieren
- Antrag bis Stichtag einreichen
Website & Online-Shop: Fokus IT-Sicherheit, keine Webseiten-Förderung
EIC Accelerator
European Innovation Council (EISMEA/EIC-Fonds)
Blended Finance: Zuschuss bis 2,5 Mio. EUR + Beteiligungskapital des EIC-Fonds; auch Grant-only möglich
Kurzbewerbung laufend; Vollanträge 2026: Stichtage 07.01./04.03./06.05./08.07./02.09./04.11.2026; 2027er Termine noch nicht publiziert
- KI-Vorhaben: KI-/Deep-Tech-Startups Kernzielgruppe; 2026 Challenges u.a. Kritische Rohstoffe, Climate Adaptation; GenAI4EU-Challenge war 2025
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Startups, KMU, Spin-offs; in Ausnahmefällen Small Midcaps (<499 MA)
Voraussetzungen
- Einzelnes Startup/KMU (ggf. Small Midcap) mit bahnbrechender Innovation
- TRL 6+, skalierbares Geschäftsmodell; Einzelantrag möglich, kein Konsortium nötig
Was gefördert wird
- Innovationsaktivitäten TRL 6-8 (Produktentwicklung, Piloten, Validierung)
- Scale-up und Markteinführung (über EIC-Fonds-Beteiligung)
So beantragen Sie
- Kurzbewerbung (Short Proposal) jederzeit einreichen (monatliche Batch-Auswertung)
- Bei GO: Vollantrag zu einem Stichtag einreichen
- Remote-Evaluierung, ggf. Jury-Interview in Brüssel
Kombination mit anderer Förderung
Fast Track aus Horizon-Projekten, Plug-in aus nationalen Programmen möglich
Website & Online-Shop: Keine Webseiten-Förderung
EIC Pathfinder/Transition
European Innovation Council (EISMEA)
Pathfinder: bis ca. 4 Mio. EUR (100 %); Transition: bis 2,5 Mio. EUR (100 %), Budget 2026: 166/96/100 Mio. EUR
Pathfinder Open 2026 geschlossen (12.05.2026, Erfolgsquote ca. 2 %); Pathfinder Challenges offen bis 28.10.2026; Transition 2026 geschlossen (16.09.2026)
- KI-Vorhaben: 2026 Pathfinder-Challenge u.a. DeepRAP (vertrauenswürdige kognitive KI-Systeme); Advanced Innovation Challenge Physical AI/Robotik
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Forschungseinrichtungen, Hochschulen, KMU, Startups; keine reine Unternehmensförderung
Voraussetzungen
- Pathfinder Open: Konsortium aus mind. 3 Partnern; Challenges auch Einzelantragsteller möglich
- Transition: nur auf Basis vorhandener EIC-/FET-/ Pathfinder-Ergebnisse mit IP-Nachweis
Was gefördert wird
- Frühe Technologieentwicklung TRL 1-4 (Pathfinder)
- Validierung und Businessplan TRL 3-6 (Transition)
So beantragen Sie
- Prüfen ob Vorläuferprojekt vorliegt (Transition) bzw. Konsortium bilden (Pathfinder)
- Antrag über EU Funding & Tenders Portal
- Evaluierung, bei Transition zusätzlich Jury-Interview
Kombination mit anderer Förderung
Booster Grants, Fast Track zum Accelerator
Website & Online-Shop: Keine Webseiten-Förderung; Grundlagen- und Validierungsforschung
Eurostars
Eureka-Netzwerk + EU (Horizon Europe); DE: BMFTR, Betreuung DLR Projektträger
DE: bis 50 % Zuschuss für KMU, bis 100 % für Hochschulen/Forschung (mit KMU-Beteiligung); max. 500.000 EUR für alle deutschen Partner je Projekt
Call 11 geschlossen (10.09.2026); Call 12: 17.12.2026 bis 04.03.2027 (14:00 MEZ)
- KI-Vorhaben: KI-/Software-F&E als marktnahes Verbundprojekt gut geeignet
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Forschungsintensive KMU als Konsortialführer; mit deutschem KMU auch Hochschulen/Forschungseinrichtungen; Großunternehmen in DE ohne Förderung
Voraussetzungen
- Konsortium aus mind. 2 Partnern aus 2 Eurostars-Staaten, KMU führt
- KMU tragen mind. 50 % der F&E-Kosten; ziviler Zweck; Marktreife ca. 2 Jahre nach Abschluss
- Vor Antragstellung Kontakt zum Eurostars-Büro (DLR-PT) empfohlen
Was gefördert wird
- Marktnahe F&E bis Prototyp (alle Technologien, inkl. Software/KI)
- Personalkosten, Sachkosten des F&E-Anteils
Nicht förderfähig
- Markteinführung/Vertrieb
So beantragen Sie
- Eurostars-Plattform-Antrag zum Stichtag (eurekanetwork.org + myeurekaproject.org)
- Internationale Evaluierung (ca. 7 Monate bis Bewilligung)
- Nationale Förderung (BMFTR) nach Auswahl
Website & Online-Shop: Nur F&E-Anteil; reine Website-/Shop-Projekte nicht geeignet
GenAI4EU
Europäische Kommission (GD CNECT, HaDEA, EIC)
Teil verschiedener Calls (Horizon, DIGITAL, EIC); Gesamtvolumen ca. 700 Mio. EUR; z.B. Booster-Challenges je ca. 15 Mio. EUR pro Projekt
Horizon-2025-Calls geschlossen; DIGITAL-Pilot Screening geschlossen (01.10.2026); sektorale Apply-AI-Tests im Realbetrieb geplant Q1 2027
- KI-Vorhaben: Flaggschiff-Initiative für generative KI made in Europe
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
KI-Entwickler (Startups/Scale-ups), Industrie, Forschung, öffentliche Hand; meist Konsortien
Voraussetzungen
- Je nach Call Konsortium aus mind. 3 Ländern oder Challenge-Teilnahme
- Englischsprachiger Antrag über EU Funding & Tenders Portal
Was gefördert wird
- Generative-KI-Modelle und -Anwendungen (Fertigung, Robotik, Gesundheit, Energie, Agrar, Mobilität, Medien)
- Offene KI-Oekosysteme, Modell-Adaption, Piloten
So beantragen Sie
- GenAI4EU-Übersichtsseite und Arbeitsprogramme prüfen
- Passenden Call wählen (Horizon-Cluster, DIGITAL, EIC)
- Ggf. Brokerage-Plattform (b2match) zur Konsortialbildung nutzen
- Antrag online einreichen
Kombination mit anderer Förderung
Keine Doppelförderung gleicher Kosten
Website & Online-Shop: Keine Webseiten-Förderung; Fokus generative KI
InvestAI
Europäische Kommission, EuroHPC JU, EIB/EIF
Mobilisierungsziel 200 Mrd. EUR; 20 Mrd. EUR InvestAI-Fazilität; bis zu 7 AI Gigafactories (Los 1: bis 100 Mio. + 400 Mio. EUR, Los 2: bis 200 Mio. + 800 Mio. EUR, inkl. nationaler Kofinanzierung)
Gigafactories-Tender läuft, Schluss 12.11.2026; Vergabe Anfang 2027, Baubeginn 2027
- KI-Vorhaben: Schafft künftige Trainings-/Inferenzkapazität für europäische KI-Modelle
Voraussetzungen & Details
Wer antragsberechtigt ist
Industriekonsortien/Betreiber; KMU profitieren indirekt über Zugang zu Rechenkapazität
Voraussetzungen
- Ausschreibung als Call for Tender an Betreiberkonsortien mit Mitgliedstaaten-Beteiligung
- KMU: kein Direktantrag; Zugang später über AI Factories / EuroHPC
Was gefördert wird
- Aufbau von KI-Grossrechenzentren (Training/Inferenz von Frontier-Modellen)
- Zugang von Startups, KMU, Industrie, Wissenschaft zu Kapazitäten
Nicht förderfähig
- Direkte KMU-Projektzuschüsse (dafür AI Factories/EuroHPC-Access nutzen)
So beantragen Sie
- Für Betreiber: Tender-Unterlagen der EuroHPC JU prüfen, Angebot einreichen
- Für KMU: Rechenzugang über AI Factory (JAIF/HammerHAI) beantragen
Website & Online-Shop: Infrastrukturprogramm, keine Webseiten-Förderung
Stand der Recherche: 23. Oktober 2026. Förderbedingungen ändern sich häufig – prüfen Sie vor dem Antrag immer die offizielle Programmseite. Keine Rechts- oder Steuerberatung.
So ist die Förderlandschaft 2026 aufgebaut
Förderprogramme für Digitalisierung und KI gibt es auf drei Ebenen. Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen lohnt sich der Blick in genau dieser Reihenfolge:
- Bundesland: Hier gibt es die meisten Zuschüsse für Software, Hardware, IT-Sicherheit und digitale Prozesse, oft speziell für kleine Unternehmen. Viele Programme werden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mitfinanziert.
- Bund: Geförderte Beratung und Coaching, Weiterbildung, Förderkredite der KfW, steuerliche Forschungsförderung und kostenlose Kompetenzzentren.
- EU: Kostenlose Unterstützung durch die European Digital Innovation Hubs, Rechenzeit für KI-Projekte und wettbewerbliche Programme für Innovations- und Forschungsprojekte.
Ein wichtiger Unterschied ist die Förderart. Einen Zuschuss müssen Sie nicht zurückzahlen. Ein Förderkredit hat günstige Zinsen und teils einen Tilgungszuschuss, muss aber zurückgezahlt werden. Kostenlose Angebote finanzieren keine Investitionen, helfen aber beim Einstieg, etwa mit Workshops oder Tests vor der Investition.
Bundesprogramme: Beratung, Weiterbildung, Kredite und Steuervorteile
Nach dem Ende von „Digital Jetzt“ und „go-digital“ gibt es auf Bundesebene keinen allgemeinen Zuschuss mehr für Digitalisierungsinvestitionen. Folgende Bundesprogramme sind für Digitalisierungs- und KI-Projekte besonders relevant:
- BAFA – Förderung von Unternehmensberatungen: Zuschuss von 50 % (höchstens 1.750 €) bzw. 80 % in den neuen Bundesländern (höchstens 2.800 €) zu Beratungskosten von bis zu 3.500 €. Auch Digitalisierungs- und KI-Beratung ist förderfähig, wenn sie Fragen der Unternehmensführung betrifft. Der Antrag muss vor Beratungsbeginn gestellt werden; die Richtlinie gilt für Anträge bis 31.12.2026.
- INQA-Coaching: 80 % der Kosten für bis zu zwölf Coaching-Tage zu Digitalisierung, KI, Arbeitsorganisation und Personal. Für KMU mit mindestens einer sozialversicherungspflichtigen Vollzeitstelle, die seit mindestens zwei Jahren am Markt sind.
- KfW – ERP-Förderkredit Digitalisierung (511/512): Zinsgünstiger Kredit über die Hausbank, in höheren Förderstufen mit Zuschuss. Gefördert werden zum Beispiel IT-Ausstattung, Software, IT-Sicherheit, KI-Einsatz und digitale Geschäftsmodelle.
- Weiterbildungsförderung der Bundesagentur für Arbeit: Zuschüsse zu Lehrgangskosten und Arbeitsentgelt, wenn Beschäftigte eine Weiterbildung über 120 Stunden bei einem zugelassenen Träger besuchen. Das gilt auch für KI-Weiterbildungen.
- Forschungszulage: Steuerliche Förderung von 25 % der förderfähigen Forschungs- und Entwicklungskosten, für KMU 35 %. Gilt auch für die Entwicklung eigener KI-Verfahren, wenn das Vorhaben als Forschung und Entwicklung anerkannt wird.
- Steuerliche Abschreibung: Computerhardware und Software können steuerlich mit einer Nutzungsdauer von einem Jahr angesetzt werden. Für andere bewegliche Wirtschaftsgüter gilt zwischen 07/2025 und 12/2027 eine degressive Abschreibung von bis zu 30 %. Was für Ihr Unternehmen gilt, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.
- Kostenlose Angebote: Die Mittelstand-Digital Zentren bieten kostenfreie Workshops, Schulungen und KI-Praxisprojekte. Die Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand hilft kostenfrei bei Fragen zur IT-Sicherheit.
Für Forschungs- und Entwicklungsprojekte gibt es außerdem KMU-innovativ (Stichtage 15. April und 15. Oktober). Beim Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) können seit 2026 keine Anträge gestellt werden.
Landesprogramme: Hier gibt es die meisten Zuschüsse
Jedes Bundesland hat eigene Programme mit eigenen Regeln. Einige Beispiele mit Stand 23. Oktober 2026:
- Bayern – Digitalbonus: Zuschuss bis 7.500 € (Standard) bzw. bis 30.000 € (Plus) für kleine Unternehmen unter 50 Beschäftigten. Laufzeit bis 31.12.2027, das monatliche Antragskontingent kann ausgeschöpft sein.
- Baden-Württemberg – Digitalisierungsfinanzierung: Die Zuschussvariante der Digitalisierungsprämie Plus ist zum 30.06.2025 ausgelaufen. Seitdem gibt es ein Förderdarlehen der L-Bank mit Tilgungszuschuss.
- Nordrhein-Westfalen – MID-Digitalisierung: Zuschuss von 50 %, höchstens 15.000 €. Seit 2026 nur noch für die Entwicklung marktfähiger digitaler Produkte, etwa KI-Anwendungen; wegen hoher Nachfrage wird gelost.
- Sachsen – Digitalisierung Zuschuss: Bis zu 60 % für Kleinstunternehmen und bis zu 50 % für kleine Unternehmen. Seit 17.07.2026 gilt ein Antragsstopp in der Übergangsregion; in der Region Leipzig sind Anträge weiter möglich.
- Thüringen – InnoInvest: Nachfolger des ausgelaufenen Digitalbonus. Gestaffelter Zuschuss ab 2.500 € für Vorhaben mit Innovationscharakter.
- Mecklenburg-Vorpommern – KI-Förderung: Zuschuss von 50 %, höchstens 50.000 €, für KI-Projekte in Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten. Ausdrücklich förderfähig sind auch KI-Anwendungen in Marketing und Vertrieb, etwa Website-Chatbots.
- Brandenburg – BIG-Digital: Zuschuss von 50 % für Beratung, Umsetzung und Schulung bei innovativen Digitalisierungsprojekten, Richtlinie gültig bis 30.06.2027.
- Hamburg – Hamburg Digital Check: Zuschuss von 50 % zu Digitalisierungsberatung, höchstens 7.500 €.
Mehrere bekannte Programme sind ausgelaufen, darunter die Digitalprämie Berlin, der Digitalbonus Niedersachsen und der Digitalbonus Thüringen. In Bremen sind die Mittel des Programms „Digitaler Mittelstand KI“ für 2026 ausgeschöpft. In Sachsen-Anhalt startet das nächste Antragsverfahren für „Digital Innovation“ am 16.11.2026. Im Förder-Finder sind ausgelaufene und pausierte Programme standardmäßig ausgeblendet; Sie können sie über die Option unter den Filtern einblenden.
EU-Programme: kostenlose Unterstützung und Wettbewerbe
Die EU fördert Digitalisierung und KI vor allem über Programme, bei denen Sie sich im Wettbewerb bewerben oder einem Konsortium anschließen. Für die meisten KMU ist der Einstieg über kostenlose Angebote am einfachsten:
- European Digital Innovation Hubs (EDIH): Regionale Anlaufstellen mit kostenlosen oder stark vergünstigten Angeboten, darunter Tests vor der Investition, Schulungen und Hilfe bei Förderanträgen. In Deutschland gibt es mehrere EDIHs, alle mit KI-Schwerpunkt.
- AI Factories und EuroHPC: Kostenloser Zugang zu Rechenkapazität für das Training und Fine-Tuning von KI-Modellen, inklusive Beratung. Zugang über Antrag mit Projektbeschreibung.
- Cascade Funding: EU-Projekte vergeben laufend kleinere Zuschüsse an einzelne KMU und Start-ups, oft 30.000 bis 200.000 € für das Testen von KI- und Digitallösungen. Ein Konsortium ist dafür meist nicht nötig.
- SME Fund: Gutscheine für Marken-, Design- und Patentanmeldungen. 2026 sind die Gutscheine für Marken und Designs bereits ausgeschöpft; Patentgutscheine sind weiter verfügbar.
- EIC Accelerator und Eurostars: Für Start-ups und forschungsintensive KMU mit Innovationen, die es so noch nicht gibt. Der EIC Accelerator vergibt bis zu 2,5 Mio. € Zuschuss plus Beteiligungskapital, ist aber sehr kompetitiv.
Wird eine neue Website gefördert?
Diese Frage stellen uns Unternehmen besonders oft. Die ehrliche Antwort: Eine reine Unternehmenswebsite wird selten bezuschusst. Viele Programme schließen Standard-Websites, Standard-Onlineshops und gängiges Online-Marketing ausdrücklich aus, zum Beispiel der Digitalbonus Bayern, BIG-Digital in Brandenburg und „Digitaler Mittelstand KI“ in Bremen.
Gute Chancen haben dagegen Vorhaben, bei denen die Website mehr ist als ein Aushängeschild:
- Website mit Prozessanbindung: Online-Buchung, Kundenportal, Anbindung an Warenwirtschaft oder CRM.
- Neues digitales Geschäftsmodell: Plattform, Onlineshop als neuer Vertriebskanal oder digitale Services. In Thüringen und Sachsen sind solche Vorhaben ausdrücklich förderfähig.
- KI auf der Website: Chatbot zur Anfragenqualifizierung, automatisierte Texte oder Auswertung von Kundenfeedback. Die KI-Förderung in Mecklenburg-Vorpommern nennt solche Anwendungen ausdrücklich.
- Finanzierung über Förderkredite: KfW- und Landeskredite finanzieren Website-Investitionen oft als Teil eines größeren Digitalisierungsvorhabens.
Mit der Auswahl „Website & Online-Shop“ im Förder-Finder sehen Sie alle Programme, bei denen Website-Projekte laut Recherche infrage kommen.
Die wichtigsten Voraussetzungen und Fallstricke
- Antrag vor Projektbeginn: Bei fast allen Programmen gilt schon die Unterschrift unter einen Vertrag oder die Annahme eines Angebots als Projektbeginn. Wer zu früh beauftragt, verliert die Förderung.
- Unternehmensgröße: Viele Programme richten sich an KMU nach EU-Definition: weniger als 250 Beschäftigte und höchstens 50 Mio. € Umsatz oder 43 Mio. € Bilanzsumme. Einige Programme sind nur für kleine Unternehmen unter 50 Beschäftigten.
- Sitz oder Betriebsstätte: Landesprogramme setzen voraus, dass das Vorhaben in einer Betriebsstätte im jeweiligen Bundesland umgesetzt wird.
- De-minimis-Grenze: Viele Zuschüsse zählen auf die Obergrenze von 300.000 € innerhalb von drei Jahren.
- Eigenanteil und Vorfinanzierung: Zuschüsse decken meist 30 bis 60 % der Kosten. Der Rest und oft auch die Vorfinanzierung bis zur Auszahlung liegen bei Ihnen.
- Ausschlüsse: Freie Berufe, bestimmte Branchen und Ersatzbeschaffungen sind in manchen Programmen ausgeschlossen. Prüfen Sie die Liste „Nicht förderfähig“ im Förder-Finder.
- Kontingente und Stichtage: Einige Programme arbeiten mit monatlichen Kontingenten, Losverfahren oder Stichtagen. Planen Sie deshalb Puffer ein.
So gehen Sie vor
- Vorhaben beschreiben: Was soll digitalisiert werden, welches Ziel verfolgen Sie und was kostet es ungefähr?
- Passende Programme finden: Nutzen Sie den Förder-Finder und prüfen Sie die offiziellen Programmseiten.
- Beratung nutzen: Die Förderbank Ihres Landes, die IHK oder Handwerkskammer und die Mittelstand-Digital Zentren beraten kostenlos zu passenden Programmen.
- Angebote einholen, aber nicht unterschreiben: Viele Programme verlangen Kostenvoranschläge. Beauftragen Sie erst nach Antragstellung bzw. Bewilligung.
- Antrag stellen und Unterlagen sammeln: Halten Sie Rechnungen, Zahlungsnachweise und Projektdokumentation für den Verwendungsnachweis bereit.
Fazit: Erst das Vorhaben, dann das Programm
Förderung ist kein Selbstzweck. Sinnvoll ist ein Digitalisierungs- oder KI-Projekt, das sich auch ohne Zuschuss lohnen würde. Die Förderung verbessert dann die Wirtschaftlichkeit. Starten Sie mit Ihrem Bundesland: Dort gibt es die meisten Zuschüsse. Ergänzen Sie sie mit geförderter Beratung, Weiterbildung und kostenlosen Angeboten von Bund und EU.
Website-, KI- und Automatisierungsprojekte lassen sich oft so planen, dass sie zu einem Förderprogramm passen, etwa durch die Anbindung an Prozesse oder eine KI-Komponente. Wenn Sie ein solches Projekt planen, besprechen wir gerne mit Ihnen, wie es aufgebaut sein kann: Kontakt aufnehmen. Eine Fördermittelberatung ersetzen wir nicht; die Antragstellung liegt bei Ihnen bzw. Ihren Beratern.
Passende Beiträge: KI-Automatisierung: Vorteile und Startpunkte, KI-Chatbot für Website-Leads und Was eine Firmenwebsite kostet.
Stand der Recherche: 23. Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die Richtlinien und Merkblätter der Fördergeber. Dieser Beitrag ist keine Rechts-, Steuer- oder Fördermittelberatung.
Häufige Fragen
Gibt es 2026 noch eine bundesweite Förderung für Digitalisierung?
Einen bundesweiten Investitionszuschuss wie früher „Digital Jetzt“ gibt es nicht mehr. Auf Bundesebene bleiben vor allem die BAFA-Förderung von Unternehmensberatungen, das INQA-Coaching, die Förderkredite der KfW, die Forschungszulage und kostenlose Angebote wie die Mittelstand-Digital Zentren. Zuschüsse für Software, Hardware und digitale Prozesse kommen heute meist von den Bundesländern.
Wird eine neue Website gefördert?
Eine reine Unternehmenswebsite oder ein Standard-Onlineshop ist in den meisten Zuschussprogrammen ausdrücklich ausgeschlossen, zum Beispiel beim Digitalbonus Bayern oder bei BIG-Digital in Brandenburg. Chancen gibt es, wenn die Website tief in Abläufe eingebunden ist, ein neues digitales Geschäftsmodell ermöglicht oder KI enthält – etwa bei der KI-Förderung in Mecklenburg-Vorpommern oder im Zuschussprogramm Digitalisierung in Sachsen. Förderkredite finanzieren Website-Investitionen dagegen häufig mit.
Muss ich den Antrag vor Projektbeginn stellen?
Ja, bei fast allen Programmen. Als Projektbeginn gilt meist schon die Unterschrift unter einen Vertrag oder die Annahme eines Angebots. Stellen Sie den Antrag deshalb, bevor Sie einen Dienstleister beauftragen.
Was bedeutet De-minimis?
Viele Zuschüsse sind sogenannte De-minimis-Beihilfen. Ein Unternehmen darf innerhalb von drei Jahren höchstens 300.000 Euro solcher Beihilfen erhalten. Bei der Antragstellung geben Sie deshalb an, welche De-minimis-Förderung Sie in den letzten drei Jahren bekommen haben.
Kann ich mehrere Förderprogramme kombinieren?
Oft ja, aber nicht für dieselben Kosten. Gut kombinierbar sind zum Beispiel eine geförderte Beratung, ein Zuschuss für die Umsetzung und eine geförderte Weiterbildung der Mitarbeitenden. Die genauen Regeln stehen in der jeweiligen Richtlinie; im Förder-Finder finden Sie die Hinweise unter „Voraussetzungen & Details“.